Nummer 3(11) /2014

 

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Von der Redaktion PDF-Datei in Deutsch

A R T I K E L :

Kazimierz Rynkiewicz, Mystische Philosophie, oder eher philosophische Mystik? Anthropologische Voraussetzungen der Mystik und Philosophie Karol Wojtylas PDF Datei (in Polnisch mit Zusammenfassung in Englisch und Deutsch)

Als einzelne Forschungsgebiete durchdringen Philosophie und Mystik tief einander und wirken sich aufeinander aus. Ganz besonders ist dies zu sehen beim Denken von Karol Wojtyla, dem späteren Papst Johannes Paul II. Darum stellt sich die Frage: Haben wir es bei Wojtyla mit einer mystischen Philosophie oder eher einer philosophischen Mystik zu tun? Ziel des vorliegenden Aufsatzes ist es nicht, eine erschöpfende Analyse der Relation zwischen der Mystik und Philosophie Wojtylas zu liefern, sondern einige prinzipielle Elemente zu benennen, welche sowohl einen mystischen als auch einen philosophischen Charakter aufweisen und für das richtige Verständnis der Anthropologie Wojtylas erforderlich sind. Es handelt sich also um die Erfahrung, Metaphysik und den Menschen. In diesem Kontext erscheint die Frage nach der Effizienz von dem Integraftionsfaktor, der die Gebiete der Mystik und Philosophie durchdringt.

Schlüsselworte: Mystik, Philosophie, Erfahrung, Integration


Paweł Nowicki, Charles Taylors Diskussion mit dem Naturalismus PDF Datei (in Polnisch mit Zusammenfassung in Englisch und Deutsch)

Der Artikel setzt sich zum Ziel, die Überlegungen von Charles Taylor zu der Problematik der menschlichen Identität zu analysieren und Hauptthesen seines Antinaturalismus aufzuweisen. Aufgegriffen wird die Frage nach der Stellung des Taylorschen Gedankens im Kontext der Tradition der Phänomenologie und der hermeneutischen Philosophie. Die Kritik des Naturalismus beruht u. a. darauf, den für den Menschen konstitutiven axiologischen Horizont aufzuzeigen: den unabdingbaren Begriffsrahmen, der allen reduktionistischen Entwürfen menschlicher Natur vorangeht.

Schlüsselworte: Naturalismus, Psychologismus, hermeneutische Philosophie, Phänomenologie


Magdalena Hoły-Łuczaj, Posthumanismus: zwischen Metaphysik und Ethik PDF Datei (in Polnisch mit Zusammenfassung in Englisch und Deutsch)

Das sich immer intensiver aufgrund der philosophischen Anthropologie entwickelnde posthumanistische Paradigma stellt eine neue Sichtweise auf die Stellung des Menschen im metaphysischen Universum dar, die ein anderes als das bisher herrschende Leitbild der Verhältnisse des Menschen mit nicht-menschlichen Wesen nach sich zieht. Der Posthumanismus vollzieht dadurch eine Wiederbelebung der Überzeugung, dass der Ethik die Metaphysik zugrunde liegt. Im Artikel rekonstruiere ich diese Voraussetzung am Beispiel des Entwurfs des „neuen Materialismus“ (u. a. Rosi Braidotti, Jane Bennett, Diane Coole, Samantha Frost). Ich erörtere auch Probleme, die sich mit der Möglichkeit verbinden, ethische Thesen mit Behauptungen von metaphysischem Charakter zu begründen, welche im Bereich des Posthumanismus erscheinen. Die Diagnostizierung dieser Schwierigkeiten erlaubt eine nähere Charakteristik des posthumanistischen Standpunkts und seiner besonderen Variante – des neuen Materialismus.

Schlüsselworte: Posthumanismus, der neue Materialismus, Metaphysik, Ethik


Justyna Rynkiewicz, Begründung in der Ethik von Emmanuel Lévinas PDF Datei (in Polnisch mit Zusammenfassung in Englisch und Deutsch)

Im Artikel wird das Problem der Begründung in der Ethik von Emmanuel Lévinas untersucht. Die Autorin formuliert die These, dass es laut Lévinas zwecklos ist, Gründe für gutes Verhalten anzugeben wegen des außerintellektuellen Charakters der ethischen Relation. Gerade die Vernunft mit ihrer Neigung zur Totalisierung ist jener Faktor, der die Gewalt sanktioniert. Der Mensch muss eine unreduzierbare Verschiedenheit des anderen Menschen einsehen, um mit ihm eine metaphysische Relation einzugehen. Es ist nicht möglich, wenn man die Vernunft anwendet, denn die Natur dieser Relation ist außerintellektuell. Die Autorin weist ebenfalls auf die Ursachen hin, aufgrund derer die Vernunft nicht für die Begründung der Ethik notwendig ist. Sie zeigt auch Probleme, die bei dem Versuch entstehen, die Moral mit Hilfe intellektueller Argumente zu begründen.

Schlüsselworte: Ethik, Begründung, metaphysische Relation, Moral


Markus Lipowicz, Antidekalog von Marquise de Sade oder der Zusammenhang zwischen der Postmoderne und der Dechristianisierung der Kultur des Westens PDF Datei (in Polnisch mit Zusammenfassung in Englisch und Deutsch)

Im Aufsatz verfolge ich das Ziel, das Schaffen von Marquise de Sade aus dem Gesichtspunkt der Philosophie und Soziologie zu interpretieren. Der Text ist auch eine Polemik gegen die in Polen allgemein anerkannten Interpretationen des Schaffens von de Sade. Indem ich den Marquise als proto-postmodernen Autor darstelle, beabsichtige ich aufzuzeigen, dass es ihm gelungen ist, authentische Tendenzen der modernen westlichen Kultur zum Ausdruck zu bringen. Indem Sade versuchte, endgültige Konsequenzen aus der Abkehr der westlichen Kultur von der christlichen Moraltradition zu ziehen, hegte er die Überzeugung, dass die Abwendung von metaphysischen Ideen die ganze menschliche Existenz auf die sinnliche Dimension des Lebens reduzieren sollte. Analog dazu bildet gegenwärtig die Entwicklung der Pornographie und der auf erotischen Inhalten basierenden Massenkultur eine virtuelle Welt der Begierde und des ununterbrochenen Spiels mit menschlicher Sinnlichkeit. Die philosophische Grundlage dieser Entwicklung bildet ausgerechnet das Schaffen von Marquise. Letztendlich schafft die gegenwärtige postmoderne Kultur eine soziale Wirklichkeit, in der der Mensch auf bewusste Weise die Sinne über die Ideen herrschen lässt – und nicht umgekehrt.

Schlüsselworte: Marquise de Sade, Moderne, Postmoderne, Christentum, Dechristianisierung, Natur, Werte, Triebe, Erotik, Kultur, virtuelle Welt


Ganna Bilyk, Negative“ und „positive“ Konzepte der Kreativität: „ontologische Kennzeichen“ und Intentionalität PDF Datei (In Englisch mit Zusammenfassung in Polnisch und Deutsch)

Die Herangehensweisen zum Verständnis der künstlerischen Tätigkeit kann man aufgrund des „ontologischen Kennzeichens“ aufteilen. Der positive Ansatz besagt, dass das künstlerische Schaffen ein neues Sein der Welt hinzufügt. Der negative Ansatz stellt fest, dass ein Element des Seins im Schaffensprozess entfernt wird. Bei der Analyse der Relation „Schöpfer – Schaffen“ kann man in jedem Schaffenskonzept eine „Ausrichtung“ der künstlerischen Tätigkeit unterscheiden – entweder auf die Hinzufügung eines neuen Seins oder auf seine Entfernung. Beispielsweise ist das negative Schaffen nur auf solche Weise möglich, dass der Schöpfer ein Sein entfernt. Als repräsentative Beispiele wurden Konzepte von Berdiajew und Blanchot ausgewählt. Die Untersuchungen zeigen überdies, dass es mehr komplizierte Herangehensweisen zum Problem des Schaffens gibt, z. B. eine „neutrale“ oder eine transformative, die von der Transformation eines in der Welt existierenden Seins spricht. Der anthropologische Aspekt des Schaffens zeigt sich im Begriff der Intentionalität. Dieser Begriff ermöglicht unterschiedliche Ansätze und Konzepte im Bereich der künstlerischen Praxis.

Schlüsselworte: künstlerisches Schaffen, „negative“ Herangehensweisen, „positive“ Herangehensweisen, Intentionalität


Krystyna Skurjat, Erziehungsdialog – Chancen und Bedrohungen PDF Datei (in Polnisch mit Zusammenfassung in Englisch und Deutsch)

Der Artikel will die These begründen, dass die Kommunikationsfähigkeiten der wichtigste Bestandteil des Erziehungsprozesses sind und dass die Bedingung einer erfolgreichen Kommunikation die Beherrschung der Regeln der schwierigen Kunst der offenen Kommunikation ist (sowohl in Form der unmittelbaren wie der mittelbaren Kommunikation). Um richtige zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, sollte man einen guten Dialog verwirklichen: der Inhalt, die Sprache und das Gesprächsklima sollten die Offenheit (gemäß dem Rang der Probleme), die Aufmerksamkeit und taktvoll vermittelte Wahrheit fördern. Ein gutes Gespräch verlangt bedingungslos einen Verzicht auf eine angewöhnte Attitüde, sich automatisch verteidigen zu müssen. Es sollte das Gefühl der subjektiven Nähe und Sicherheit aufbauen.

Schlüsselworte: Dialog, interpersonale Kommunikation, Sozialisation, erfolgreiche Kommunikation

R E Z E N S I O N E N:

Krzysztof Rojek, Rezension: Józef Bremer, Czy wolna wola jest wolna? Kompatybilizm na tle badań interdyscyplinarnych, Wydawnictwo WAM, Kraków 2013 PDF Datei (in Polnisch)

Tomasz Stefaniuk, Rezension: Eugeniusz Sakowicz, Muzułmańśka edukacja i wychowanie. Pedagogiczna wizja M. Fethullaha Güllena, Białystok 2014 PDF Datei (in Polnisch)

Leszek Kopciuch, Rezension: Adam Nobis, Studia globalne. Wprowadzenie, Wyd. Chromcon, Wrocław 2014 PDF Datei (in Polnisch)

B E R I C H T E U N D M E L D U N G E N:

Honorata Jakuszko, Znaczenie filozofii Oświecenia w kulturze europejskiej, Lublin, 9-10 października 2014 PDF Datei (in Polnisch)

Leszek Kopciuch, Przyroda – Miasto – Globalność, Wrocław, 17 października 2014 PDF Datei (in Polnisch)


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